Strategische Vermögensplanung
Immobilienfonds
Immobilienfonds sind "Körbe", in denen Immobilien mit unterschiedlichen Nutzungsarten enthalten sind. Meistens Büro-, aber auch Wohn-, Einzelhandels- oder Hotelimmobilien. Sie sind kein Abbild des Immobilienmarktes wie Aktien- oder Anleihefonds, weil sie nicht die Preisentwicklung tatsächlich gehandelter Objekte an den Immobilien-märkten widerspiegeln.
Die Wertentwicklung hängt vielmehr von den Verkehrswerten ab, die die Gutachter den Immobilien im Bestand der Fonds regelmäßig zumessen. Käufer und Verkäufer von Fondsanteilen handeln die Anteile also zu den Gutachterwerten, nicht zu Marktpreisen. Diese können mehr oder weniger stark voneinander abweichen.
Somit können falsche Preissignale entstehen, die zu Fehlallokationen in der Vermögensanlage führen können. Deshalb werden hier Immobilienfonds für die Vermögensanlage nicht eingesetzt.
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Gleichwohl sind Immobilien ein bedeutender Baustein in der privaten Vermögensanlage. Deshalb wird ihnen im Bereich Research & Kapitalmarkt-analyse ein eigener Bereich gewidmet.
Die Struktur von Immobilienfonds
Wie oben erläutert, werden die Fondsobjekte zu den Gutachterwerte gehandelt, weil die Fondsgesellschaften den Anlegern versprechen, ihre Anteile jederzeit zu den ermittelten Preisen zurückzunehmen oder auszugeben. Dafür ist die Kasse oder Liquidität der Fonds da. Im Falle der Rückgabe von Fondsanteilen ist die Kasse der Puffer zwischen Marktpreisentwicklung und Objekt-bewertung durch die Gutachter. Mit der Kasse suggeriert das Management, Fondsanteile könnten zu "Marktpreisen" zurückgegeben werden. Reicht die Kasse für Auszahlungen nicht aus, müssen (zu hohe) Objektbewertungen an das Marktpreisniveau angepasst werden, um Immobilien zur Liquiditätsbeschaffung verkaufen zu können.
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